Canon IXUS 240 HS Test

Canon IXUS 240 HS

Canon IXUS 240 HS

Die brandneue Canon IXUS 240 HS ist das Nachfolgemodell der erfolgreichen 220 HS und der 230 HS. Anders aber als beim Wechsel von der 220 zur 230 sind bei der IXUS 240 HS nicht nur ein kleines Update und kleine Verbesserungen realisiert worden, sondern mit der Canon IXUS 240 HS ist Canon einen mutigen Schritt gegangen und verzichtet weitgehend auf konventionelle Bedienelemente und setzt dafür auf ein sehr großes Display mit Touch-Funktion. Wie sich das in der Praxis schlägt, zeigt der folgende Test der Canon IXUS 240 HS.

Canon Ixus 240 HS technische Daten:

  • Fotoauflösung: 16,1 Megapixel
  • Objektiv: 24mm Weitwinkel mit 5fach optischem Zoom
  • Optischer Bildstabilisator
  • Elegantes Metallgehäuse
  • 8,1cm (3,2 Zoll) Touch-Display
  • Display-Auflösung: 460.000 Pixel
  • Neu: Touch-Auslöser
  • Automatikfunktion erkennt 58 Aufnahmesituationen
  • WLAN
  • Videoauflösung: Full HD 1080p
  • Preis: 289€ (UVP), 275€ (April 2012)

Praxistest: Erste Schritte mit der Canon IXUS 240 HS

Canon IXUS 240 HS, schlankes Metallgehäuse

Canon IXUS 240 HS, schlankes Metallgehäuse

Also, zunächst fällt einem das große Display auf, praktisch die komplette Kamerarückseite ist vom 3,2 Zoll Display genutzt. Schick. Also, Akku einlegen und los geht es. Aber halt, die Kamera will zunächst Datum und Uhrzeit wissen wie alle anderen Digitalkameras auch… aber wie gebe ich das nun ohne Stellrad und fast ohne Bedienelemente ein? Wer ein Smartphone hat, tippt intuitiv über den Screen und wischt in Gesten darüber. Und im Prinzip funktioniert es genau so. Wobei der Screen der IXUS 240 HS etwas mehr druck benötigt als beispielsweise das iPhone, aber man gewöhnt sich schnell daran. Also, erst einmal ist die Bedienung über den Bildschirm kein Problem, mehr dazu später.
Canon IXUS 240 HS, Touch-Screen Menü

Canon IXUS 240 HS, Touch-Screen Menü

Ansonsten findet man sich aber schnell zurecht, es gibt einen normalen Auslöser mit direkt darunter liegender Zoom-Bedienung, einen konventionellen Ein-Ausschalter und einen Schalter der zwischen Automatikmodus und Manuellen Einstelloptionen wechselt. Alles andere wird dann über den Touch-Screen geregelt. Eines vorweg: in 95% aller Fälle reicht der Automatikmodus aus um sehr gute Bilder zu machen, die Kamera arbeitet sehr zuverlässig und passt das Aufnahmeprogramm gut an die aktuelle Aufnahmesituation an.
Canon IXUS 240 HS, Touch-Screen Menü 2

Canon IXUS 240 HS, Touch-Screen Menü 2

Wer nun aber dennoch die doch recht zahlreichen manuellen Möglichkeiten der IXUS 240 nutzen möchte, muss sich mit der Touch-Screen Bedienung anfreunden. In den Menüs ist die Navigation im Prinzip einfach und logisch, die Bedienung simpel. Aber man muss auch zugeben, dass manche Funktion wie z.B. manuelle Blitzoptionen über ein normales Bedienelement schneller auswählbar wäre als über den Touch-Screen. Aber dafür hat man ein sehr großes Display, das fast die gesamte Kamerarückseite einnimmt und man kann so die Motive noch besser betrachten und aufgenommene Bilder sehr schön beurteilen. Wie gesagt, die Bedienung des Touch-Displays ist gut und logisch, aber man muss sich zumindest daran gewöhnen. Und man hat damit auch immer schnell Fingerabdrücke auf dem Kameradisplay, auch wenn das Display bei weitem nicht so Tapper-Empfindlich ist wie manches Smartphone. Nach ein paar Tagen habe ich mich aber an das Display gewöhnt und würde es nur ungern wieder gegen altmodische Knöpfe eintauschen wollen. Die verschiedenen Aufnahmemodi lassen weitere Kreativität zu, so ist der zur Zeit beliebte „Miniatur-Modus“ natürlich auch an Bord, der Aufnahmen vor allem aus einer leicht erhöhten Perspektive (siehe Testbild in Galerie) wie die Aufnahme einer Spielzeuglandschaft erscheinen lässt. Aber auch sehr sinnvolle Portrait-Funktionen mit Hautweichzeichner sind mit dabei oder auch klassische Makrofunktionen, mit denen man sich einem Motiv auf wenige cm nähern kann (Galerie) Die WLAN Funktion ist nett, ich persönlich nutze sie wenig. Aber man kann nun über WLAN z.B. im Urlaub auch ohne PC Bilder auf iPhone (4), iPad oder auch entsprechende iPods übertragen und dann von dort per Mail oder Facebook mit der Welt teilen.

Bildqualität der Canon IXUS 240 im Test

Die wichtigste Testkategorie ist sicherlich die Bildqualität. Und hier macht die Canon IXUS 240 HS eine sehr gute Figur. Sowohl die Bildschärfe ist für diese Kameraklasse sehr gut genau so wie auch die sehr natürliche Farbwiedergabe. Die Farben sind kräftig ohne zu überzeichnen und die Bilder sind sogar in den Randbereichen noch ausreichend scharf. Der Autofokus arbeitet zuverlässig und sehr schnell. Die neue Funktion dass man direkt über einen Tipp auf das Touch-Display ein Foto auslösen kann ist zunächst auch eher gewöhnungsbedürftig, aber wenn die Kamera die Motivsituation analysiert hat, was sie in diesem Modus sehr schnell (ca. 0,5 Sek) tut. Ist das Bild analysiert tippt man auf dem Touich Display nur noch die Stelle an, die man fokussiert haben möchte und schon ist das Bild im Kasten. Das funktionier nach ein wenig Übung sehr gut und man hat wirklich immer die volle Kontrolle, welcher Bildteil scharf sein soll. So kann man die Kamera auch dazu bringen, scheinbar unwichtige Details im Bildvordergrund zu fokussieren und den Hintergrund zu vernachlässigen. Am besten machen sie sich selbst einen Eindruck der guten Bildqualität in der Testbilder-Galerie. Auch das Bildrauschen geht bis ISO 400 sehr in Ordnung, ISO 800 ist okay, darüber tritt das Rauschen – wie bei allen Kompaktkameras – dann doch spürbar auf. Der eingebaute Blitz ist in geschlossenen Räumen durchaus sinnvoll einsetzbar, besonders in Verbindung mit der guten Automatik verhindert die Kamera auch bei Blitzaufnahmen im Portraitmodus eine Überbelichtung und die typischen weißen Blitzgesichter.

Test des Full HD Filmmodus

Dass Kameras dieser Preisklasse in echtem Full HD also mit 1080p filmen können ist heute fast selbstverständlich. Aber es gibt auch hier Qualitätsunterschiede. Während der Autofokus bei fast allen Kompaktkameras im Vergleich zu echten Camcordern unterlegen ist, arbeitet das Zoom bei der IXUS 240 HS sehr gut und dank speziellem Videomodus zwar langsamer aber dafür geräuschlos. Bei den meisten Kompaktkameras stören die Zoomgeräusche – sofern nicht nur das digitale Zoom beim Filmen funktioniert. Wenn man schnelle Fokus-Anpassungen erwartet, weil sich z.B. das Objekt schnell auf einen zu bewegt, dann wird es schon mal unscharf. Aber ansonsten liefert die IXUS 240 eine sehr gute Videoqualität mit gutem Stereo-Ton und ohne Störgeräusche vom optischen (!) Tele. Machen Sie sich auch von der Videoqualität der Canon IXUS 240 HS einen eigenen Eindruck in unserem Testvideo, in dem auch das optische Zoom genutzt wurde.
Verarbeitung:★★★★★★ 
Bedienung:★★★★¾☆ 
Bildqualität:★★★★★½ 
Videoqualität:★★★★¾☆ 
Automatikmodus:★★★★★¾ 
Manuelle Möglichkeiten:★★★★★☆ 
Preis / Leistung:★★★★½☆ 
GESAMTWERTUNG:★★★★¼ 

Fazit zum Test der Canon IXUS 240 HS

Was soll man als Fazit zum Test der Canon IXUS 240 HS sagen? Für aktuell rund 270€ bekommt man hier eine kompakte, hochwertige und sehr gute Kamera. Wer auf das große Touch-Display verzichten kann, der ist mit der IXUS 230 HS auch sehr gut bedient, wenn man sich aber einmal an das große LCD gewöhnt hat und die Auslösung per Display-Tipp mag, dann wird man nicht mehr darauf verzichten wollen. Unser TIPP: Die Canon IXUS 240 HS jetzt günstig und versandkostenfrei bei Amazon bestellen. Über den Autor:

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Kommentare (4)

  • Möhrling

    |

    Habe meine Ixus Stundelang laufen lassen,habe in der Systemsteurung unter Geräte suchen ewig laufen lassen,nichts hat funktioniert.
    Habe immer noch keine Verbindung mit meiner Kamera.
    Danke

    Reply

    • admin

      |

      Tut mir leid dieses Problem kann ich so nicht nachvollziehen. Stundenlang laufen lassen hilft nichts, PC neu starten? Anderen USB Port nutzen? Ansonsten mal den Canon Support fragen.

      Reply

  • Thümler

    |

    ich kann auch drahtlos nicht senden

    Allein das Paßwort ohne Kontrolle einzugeben ist nicht gut gelöst – wie kann man sehen ob das Paßwort paßt ?

    Dann merkt er sich eine Netzwerkverbindung offensichtlich nicht. DH man muß ständig neu eintippen.
    Dann kommt keine Meldung vom Netzwerk

    Wie kann man die Bilder einfach und unkompliziert per e-mail versenden ?

    Gibt es einen Modus daß die Bilder sofort übertragen werden, ohne daß man tippen muß?

    Reply

    • admin

      |

      Hallo,
      ich habe die IXUS 240 nach dem Test wieder verkauft, deswegen kann ich das Problem nicht direkt nachvollziehen. Dass die Eingabe der Netzwerkkennung nicht wie auf einem Smartphone klappt ist leider wahr. Und auch das infache und direkte Versenden von Bildern per Mail ist nicht möglich. Wenn das ein wichtiger Aspekt bei einer Kamera sein soll, dann käme derzeit nur die Samsung Galaxy Kamera in Frage, die aber recht klobig und teuer ist.

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