Nikon Coolpix L27 im Test

Nikon_Coolpix_L27Die Nikon Coolpix L27 ist auf den ersten Blick eine kleine Kamera, die es in den Fabren violett mit Ornament, schwarz, silber, kaminrot und weiß zu kaufen gibt. Gerade das Violett wird bei Frauen sehr beliebt sein und ich muss – als Mann – gestehen dass es gerade mit den Ornamenten echt nett aussieht im ansonsten meist schwarz/silbernen Einheitsbrei. Die Kamera kostet aktuell ca. 70 € und gehört somit zu der unteren Preiskategorie der Digitalkameras. Ob sie mit ihrem technischen Können trotzdem überzeugen kann soll der folgende Test zeigen.

Technische Daten

  • 16-Megapixel-Sensor
  • 5-fach-Weitwinkelzoom (26 – 130 mm*)
  • HD-Filmaufnahme (720p) HD-Video Aufzeichnung mit Ton
  • 2 x AA-Batterien (Mignon)
  • Großer 6,7-cm-LCD-Monitor mit 230.000 Pixel Auflösung
  • Griffiges Design mit hochwertiger Verarbeitung
  • Betrieb mit handelsüblichen AA-Batterien/Akku
  • Lieferumfang: L27 Digitalkamera, Trageriemen, zwei Alkali-Batterien (Typ LR6/L40, Größe AA), USB-Kabel UC-E16, CD-ROM mit ViewNX 2

Erster Eindruck

Die Nikon Coolpix wirkt auf den ersten Blick als eine sehr kleine Kamera, die man gut mitnehmen kann. Die Kamera hat an der rechten Seite eine Verdickung, die durch die Verwendung von Batterien (Mignon AA-Batterien) anstatt eines Akkus entsteht. So kann es also nicht mehr passieren, dass unterwegs der Akku leer ist und kein Ladegerät zur Hand ist, man kauft sich einfach neue Batterien und schon kann munter weiterfotografiert werden. Die hintere Seite mit den Steuerelementen und auch die Front ist aus Plastik. So ist die Kamera sehr leicht und fällt in keiner Handtasche etc. „ins Gewicht“. Dass hier keine hochwertigeren Materialien verbaut wurden, kann auf Grund des sehr günstigen Preises gerechtfertigt werden. Auf dem Display sieht man sehr schnell jeden Fingerabdruck, was jedoch nur im ausgeschalteten Zustand auffällt und beim Fotografieren nicht stört. Außerdem ist positiv ist zu vermerken, dass im Lieferumfang der Kamera eine passende Kameratasche und auch eine 4GB Speicherkarte von Nikon mitgeliefert wird.

Praxistest

Wie oben schon erwähnt kann die Kamera ausgepackt und direkt losgelegt werden, da nicht erst ein Akku aufgeladen werden muss, sondern die Kamera mit den mitgelieferten Batterien betrieben werden kann. Die Funktionsweise ist sehr einfach und selbsterklärend. Somit kann jeder direkt herumprobieren und Fotos schießen. Es können viele verschiedene Modi eingestellt werden wie z.b. Serienaufnahmen. Verschiedene Farbeffekte, Smart-Porträt, Automatik, Einfachautomatik, Landschaft, Panorama-Assistent, Gegenlicht, Nachtaufnahme und auch die automatische Korrektur von roten Augen kann eingestellt werden. So kann immer die der optimale Modus für gute Fotos gewählt werden. Oder auch die Automatik, die automatisch versucht den Fotoapparat richtig einzustellen. Auch die Qualität der Aufnahmen kann individuell verstellt werden. Ist doch mal etwas unklar, dann in der mitgelieferten Cd oder Gebrauchsanweisung nachgelesen werden. Durch den CCD-Bildsensor mit 16,1 Megapixeln können Bilder bis zu einer Größe eines Posters vergrößert werden. Auch der 5-fach Weitwinkelzoom verpasst man keine wichtigen Details mehr, da Nah- aber auch Weitwinkelaufnahmen geschossen werden können. Die Videofunktion ist sehr schnell über einen einzigen Kopf zu erreichen, so dass sofort gefilmt werden kann und kein lustiger, spannender oder einfach schöner Moment mehr vergessen werden kann. Auch wenn mit der Kamera gezoomt wird, können gute Resultate erzielt werden. Auffallend ist außerdem, dass der Fotoapparat einen sehr geringen Energieverbrauch hat. Die Bilder können auf den Computer geladen werden, indem man die Kamera mit Hilfe des USB-Kabels mit dem Pc verbindet oder über einen Kartenleser die Bilder direkt von der Karte überspielt werden. Die Bilder bei Dunkelheit werden eher kriselig, da der Blitz nicht ausreichend Kraft hat um größere Distanzen zu beleuchten. Macht man Nahaufnahmen, sollte man ca. 50 cm Abstand halten, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu bekommen.

Bild-/Videoqualität

Die Videos können in HD-Qualität mit 720p und somit stets in guter Qualität aufgenommen werden. Die Videos ersetzen sicher nicht einen guten (und deutlich teureren) Camcorder, können aber die Urlaubsfotos um ein paar „bewegende“ Momente bereichern und sich dann auch sehen lassen. Die Fotos sind ebenfalls gut, für eine Kamera dieser Preisklasse leistet sich die Coolpix L27 keine wesentlichen Schwächen. (Testbilder folgen) Angebot

Verarbeitung: ★★★★★☆ 

Bedienung: ★★★★½☆ 

Bildqualität: ★★★★¼☆ 

Videoqualität: ★★★¾☆☆ 

Automatikmodus: ★★★★½☆ 

Manuelle Möglichkeiten: ★★★★☆☆ 

Preis / Leistung: ★★★★★¼ 

GESAMTWERTUNG: ★★★¾☆ 

Fazit

Die Kamera bietet für wenig Geld trotzdem ein sehr gutes Gesamtpaket. Praktisch ist, dass sie nicht mit einem Akku sondern mit Batterien betrieben wird, und so kein Ladegerät gebraucht wird, sondern überall Batterien gekauft werden können und der Strom nie ausgehen kann ohne, dass schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier sehr gut. Sie ist für Einsteiger oder auch für jüngere Fotographen gut geeignet, um hier und da Fotos zu knipsen und Erinnerungen festzuhalten.

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Kommentare (1)

  • Test: Rollei Compactline 83 | Digitalkameras im Test

    |

    […] Wer braucht so eine Billigkamera? Gute Frage, wer ein aktzelles Smartphione besitzt macht mit diesem mindestens genauso gute Bilder. Wer eine billige Kamera sucht, die man ohne Probleme mit in den Urlaub nehmen kann ohne Angst zu haben, dass sie geklaut wird, oder als einfache Kamera für Kinder mag die Rollei Compactline 83 durchaus Sinn machen. Allen anderen empfehle ich lieber etwas mehr Geld zu investieren, z.B. für eine Nikon Coolpix L27. […]

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