Nikon Coolpix S9100 im Schnelltest

Nikon Coolpix S9100
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Die Nikon Coolpix S9100 sieht man derzeit auch im Fernsehen im aktuellen Werbespot von Nikon. Dabei zeigt der Spot vor allem die Besonderheit der S9100, das 18fach optische Zoom das aus der trotzdem sehr kompakten Digitalkamera ausfährt. Es ist schon fast verwunderlich, wie kompakt das Gehäuse der S9100 ist und wie viel Objektiv die Ingenieure da rein gebracht haben. Die Kamera zielt mit ihrem Preis (laut Hersteller) von 329€ auf das obere Segment der Kompaktkameras, auch wenn der Straßenpreis aktuell eher bei rund 250€ liegt.  Aber zunächst ein Blick auf die restlichen technischen Daten.

Technische Daten der Nikon Coolpix S9100

  • Objektiv: 18fach optisches Zoom von Nikkor mit optischem Bildstabilisator
  • Brennweite: 25 – 450mm (Kleinbildäquivalent)
  • 12 Megapixel Auflösung auf CMOS-Sensor mit rückwärtiger Belichtung
  • Display: Sehr gut aufgelöstes 7,5-cm-Clear-Color-Display (3,0 Zoll) mit ca. 921.000 Bildpunkten
  • Videofunktion: Echtes Full HD 1080p mit Stereoton und echter Zoomfunktion
  • Stabiles und flaches Metallgehäuse

Bedienbarkeit und Praxistest

Die Nikon Coolpix S9100 richtet sich an ambitionierte Hobbyfotografen, die vielleicht auch eine DSLR haben und zusätzlich eine kompakte Alternative suchen. Dementsprechend bietet die Nikon Coolpix S9100 für eine Kompaktkamera relativ viele Einstellmöglichkeiten. Neben der obligatorischen Modi für verschiedene Aufnahmesituationen oder verschiedene Motive kann man auch manuell einiges einstellen. Die ISO Empfindlichkeit reicht bis ISO 3200, wobei man ab ISO 800 Rauschen feststellt, was aber bei praktisch allen Kompaktkameras der Fall ist. Ein in den Amazon Bewertungen oft genannter Kritikpunkt ist, dass die Bilder bei voll ausgefahrenem Zoom verwackeln und nicht mehr ganz scharf sind. Dieser Kritikpunkt ist schlichtweg Unsinn, wer ernsthaft erwartet dass man mit einer solchen Superzoomkamera bei 450mm Brennweite und einer Belichtungszeit von z.B. 1/80 Sekunde aus der Hand fotografieren kann, der sollte sich an die Faustformel erinnern; bei 450mm sollte man 1/450 Sekunde Belichtung haben, um aus der Hand zu fotografieren, da hilft auch ein optischer Bildstabilisator nichts.

Bild- und Videoqualität

Nachdem sich Nikon bei der Coolpix S9100 auf 12 Megapixel „beschränkt“ hat, gewinnt die Kamera an Bildschärfe. Für mich sind 12 Megapixel in dieser Kameraklasse eigentlich ideal; die Bilddateien sind nicht zu groß, die 12 Megapixel für einen so kleinen Sensor eh schon sehr viel, die Bildqualität profitiert davon durch mehr Detailschärfe und Brillanz und trotzdem kann man bei dieser Auflösung leicht Ausschnitte vergrößern oder große Abzüge bis zum Posterformat bestellen. Dementsprechend ist die Bildqualität besonders bei Tageslicht sehr gut, bei Dämmerung beginnt ab ca. ISO 800 leichtes Rauschen, ebenfalls nichts neues in dieser Klasse, da gibt es schlichtweg physikalische Grenzen. ISO 3200 oder mehr ist bestenfalls Werbewirksam, in der Praxis sollte man solche Werte nur bei großen Objektiven und Spiegelreflexkameras anwenden. Die Filmaufnahmen in voller HD Auflösung können sich ebenfalls sehen lassen, vor allem dass man dabei das volle Zoom nutzen kann, ermöglicht tolle Aufnahmen. Aber auch hier ist ab einer Brennweite von ca. 300mm ein Stativ oder zumindest eine Auflage sinnvoll, denn sonst verwackelt man trotz optischem Stabilisator doch recht schnell. Der Motor des Teleobjektivs arbeitet leise und konstant, trotzdem hört man ihn bei leisen Filmsequenzen leicht im Ton, meistens stört das aber kaum.
Verarbeitung:★★★★¼ 
Bedienung:★★★★☆ 
Bildqualität:★★★★½ 
Videoqualität:★★★★½ 
Automatikmodus:★★★★¼ 
Manuelle Möglichkeiten:★★★½☆ 
Preis / Leistung:★★★★¼ 
GESAMTWERTUNG:★★★★¼ 

Fazit zum Nikon Coolpix S9100 Schnelltest

Wer in einer Kompaktkamera ein 450mm Teleobjektiv stilvoll untergebracht haben will und wer eben genau darauf Wert legt, dass eine in der Bauweise recht kompakte Kamera mit einem echten riesen Tele aufwartet, der kann mit der Nikon Coolpix S9100 ein Schnäppchen machen. Die UVP des Herstellers liegt bei 329 Euro, bei Amazon bekommt man die Kamera aktuell aber schon für günstige 262€. Sehr viel Tele also für das Geld.

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