Test: MIDLAND XTC-400

Die Midland XTC-400 ist die neueste Action Com von Midland und markiert mit einer UVP von 299€ auch das obere Ende im Portfolio von Midland. Sie muss sich gegen starke Konkurrenz von GoPro, Rollei und Co behaupten. Ob ihr das gelingen kann? Allein der Blick auf die technischen Daten reicht bei solchen Kameras nicht („Full HD“ kann heute jeder), hier muss ein Praxistest zeigen was die Kamera kann. Und ab gehts zum: Skifahren! Und zwar ausgerüstet mit der neuen Midland XTC-400 und zum Vergleich gleich die neue Rollei S50. Und los gehts.

Midland XTC-400: Technische Daten

Trotzdem, vor dem Vergnügen hier die „Arbeit“ in Form der technischen Daten (auch wenn sie alleine wenig aussagen)
  • -Bildstabilisator
  • -Auflösung: H:1920x1080p (30fps), M: 1280x720p (60fps),L: WVGA 898x480p (120fps)
  • -Bildfrequenz: H: 30/25 fps, M: 60/50 30/25 fps, L: 120/100 60/50 30/25 fps
  • -Aufnahmewinkel 170° variabel
  • -Bild Seitenverhältnis 16:9
  • -Speichermedium Micro SD Karte bis zu 32Gb
  • -Größe (LxBxH): 89 x 34 x 51 mm
  • -Gewicht 98 g ohne Akku; 133 g mit Akku
  • -Linse: 7 Element Linsensystem aus gehärtetem Glas (mit Internal Rear Focus System)
  • Mitgeliefert werden ein paar sinnvolle Halterungen (Helmstraps oder Skibrillenhalterung sind extra zu erwerben) und das Unterwassergehäuse, das auch vor Schnee und Regen schützt.

    Erster Eindruck der Midland XTC 400

    Akku rein, Micro SD rein und los. Die Bedienung der Midland ist extrem einfach. Es gibt praktisch nur einen einzigen großen Schiebeschalter, einfach nach vorne schieben und die Kamera beginnt zu filmen. Je nachdem ob die WiFi Funktion aktiviert ist oder nicht fängt die Kamera sofort an zu filmen oder wartet erst auf ein WLAN Signal und filmt dann – wenn keine Verbindung aufgebaut wird, auch los. Die Einstellungen der Kamera kann man zum Teil direkt an der Kamera (hinter der Akkuabdeckung) per kleinem Schiebeschalter verändern, oder per kostenloser Smartphone-App, mit der sich die Kamera auch komplett bedienen lässt und Videos direkt auf das Handy gestreamt und von dort aus weiter ins Internet geladen werden können.

    Direkt an der Kamera kann man eben per Schalterchen das WiFi aktivieren oder deaktivieren, die Auflösung zwischen Full-HD und einer kleinen Auflösung wechseln und einen Modus zum Filmen bei schlechtem Licht aktivieren. Dabei leidet aber die Bildqualität spürbar, denn zaubern kann die kleine Kamera natürlich bei schlechtem Licht auch nicht.

    Bildqualität und Videoqualität der Midland XTC-400

    Man kann Fotos eigentlich nur über die Smartphone App machen oder einstellen, Standardmäßig wird bei der Midland XTC400 gefilmt. Die Fotos sind mit dem starken Weitwinkel in den Ecken deutlich verzerrt was aber auch normal ist. Wir konzentrieren uns jetzt auf den Videomodus, ich habe im folgenden Testvideo ein paar Szenen zusammengeschnitten. Stellenweise sieht man dass die Befestigung an der Skibrille nicht optimal ist weil die Kamera dan doch so schwer eist, dass sie zum Wackeln und Schlackern neigt. Aber ansonsten ist die Videoqualität gut, auch in den doch grellen Bedingungen im Schnee und den vielen Weißflächen hat sie noch genug Kontrast um auch Buckel und Unebenheiten auf der Piste zu erfassen. Die Aufnahmen wurden ohne das mitgelieferte UW-Gehäuse aufgenommen das macht die Tonqualität natürlich besser und die Kamera handlicher und leichter. Und nachdem die Kamera einen soliden und stabilen Eindruck macht, hatte ich auch nicht das Bedürfnis sie im Gehäuse extra zu schützen. Die Windgeräusche hört man dafür aber um so deutlicher, da könnte man mit etwas Watte vielleicht Abhilfe schaffen.

    Besonderheiten der Midland XTC 400

    Zwei Besonderheiten möchte ich hier an dieser Stelle ansprechen, die die Midland von der Konkurrenz von GoPro oder Rollei unterscheidet. Zum Einen ist es der Formfaktor. Die Midland XTC 400 hat anders als GoPro&co nicht die Form einer Kompaktkamera sondern eher die eines Camcorders. Das hat zur Folge dass sie sich für andere Einsatzzwecke und Befestigungspunkte besser eignet (und für andere weniger). So kann man die Midland XTC400 zum Beispiel recht flach seitlich am Helm befestigen (Achtung, nur über eine Skibrille wird das schnell wackelig) oder flach seitlich am Körper (Gürtel).

    Die zweite Besonderheit ergänzt sich mit der ersten: Sie gesamte Linseneinheit lässt sich um 180 Grad in beide Richtungen drehen! Das bedeutet, egal wie schief und schräg die Montage der Kamera ist, sie lässt sich immer sauber horizontal ausrichten. Das ergibt auch mehr Freiheiten bei der Befestigung der Kamera

    Angebot

    Verarbeitung: ★★★★★☆ 

    Bedienung: ★★★★★☆ 

    Bildqualität: ★★★★¼☆ 

    Videoqualität: ★★★★¾☆ 

    Automatikmodus: ★★★★★☆ 

    Manuelle Möglichkeiten: ★½☆☆☆☆ 

    Preis / Leistung: ★★★★★☆ 

    GESAMTWERTUNG: ★★★½☆ 

    Fazit zum Test: Midland XTC 400

    Die Midland XTC 400 ist eine besondere Kamera im Vergleich zu Gopro Hero und Rollei S50. Es ist wie immer bei den Actioncams vor allem eine Frage der eigenen Wünsche und Vorstellungen. Und des konkreten Einsatzgebiets. Die Midland ist durch die drehbare Optik auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für alle, die eine GoPro (oder ähnliches) nicht eben montiert bekommen und hier mit zusätzlichen Gewinden und Gelenken (die oft weniger stabil sind als er der Einsatzzweck erforderlich machen würde) arbeiten müssten. Die Midland XTC lässt sich hier sehr flexibel montieren, ist aber auch größer und schwerer. Die Video (und Bildqualität) ist bei gutem Licht gut und mit anderen Kameras vergleichbar.

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