Test: Sony DSC-HX50

Foto 1Heute im Test: Die Sony DSC-HX50. Diese Kamera ist ehrlich gesagt etwas schwierig einzuordnen, ist sie eher eine klassische Kompaktkamera? Oder eine Superzoomkamera? Oder eine Kamera mit professionellen Anleihen bei den Spiegelreflex- oder Systemkameras? Womöglich gar die eierlegende Wollmilchsau im Gehäuse eine Kamera? Allein die 20 Megapixel und vor allem das große 30fach Tele ist auf den ersten Blick auffällig. Und das packt Sony in ein recht kompaktes Gehäuse. Ist es wirklich die perfekte Kamera für alle anspruchsvollen Hobbyfotografen? Möglich, aber der folgende Test soll genau das aufzeigen.

Zunächst ein Blick auf die technischen Daten:

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Sony DSC-HX50: Technische Daten

  • Auflösung: 20,4 Megapixel
  • 30fach optisches Zoom (24mm – 720mm)
  • 3Zoll LCD-Display
  • Full HD Videoaufzeichnung (1080p)
  • WIFI Wlan Funktionen
  • High-Speed Autofokus
  • Preis ca.299€
  • Sony DSC-HX50: Erster Eindruck

    Foto 2Auspacken, Akku rein, SD Karte dazu und los geht’s. Auf Anhieb fällt einem vor allem auf, dass die Kamera für ein 30fach (!) optisches Zoom erstaunlich kompakt ist. Um genau zu sein ist die Kamera 3,8 cm dick. Oder dünn. Gemessen am 30fach Tele definitiv dünn, im Vergleich zu „normalen“ Kompaktkameras eher etwas moppelig. Das Gehäuse ist sehr griffig und hat – ähnlich wie eine Spiegelreflexkamera – eine richtige Griffmulde und liegt damit sehr gut in der Hand. Das ist auch wichtig denn gerade wenn man das Tele voll nutzen möchte, ist es klar dass man eine ruhige Hand braucht, trotz gutem Bildstabilisator.

    Sony DSC-HX50: Bedienung

    shop Die Bedienung der Kamera ist auf den ersten Blick sehr einfach. Wenn man das gut zu bedienende Stellrad auf „intelligente Automatik“ stellt, dann macht die Kamera in fast allen Situationen automatisch alles richtig. Wer sich etwas mehr mit der Kamera beschäftigt kann mit den zusätzlichen Motivprogrammen oder eben auch im manuellen Modus noch mehr aus den Bildern heraus holen. So kann man über ein extra Stellrad eine leichte Über- oder Unterbelichtung (in je 6 Stufen) einstellen und auch Blende und Belichtungszeit kann man komplett manuell einstellen. Die Kamera ist zudem schnell einsatzbereit und der Autofokus arbeitet auch wirklich sehr schnell und auch zuverlässig in den verschiedenen Modi, die auch eine Objektverfolgung ermöglichen (z.B. bei Sportaufnahmen sinnvoll, da beispielsweise der vorbeifahrende Sportwagen durchgehend im Fokus bleibt).

    Sony DSC-HX50: Bildqualität

    Der wichtigste Punkt ist natürlich auch hier die Bildqualität. Diese kommt nicht an die Qualität einer Spiegelreflex-. oder Systemkamera heran, das ist in dieser Preis- und Größenklasse auch nicht möglich. Ein weiteres „Handycap“ ist das ansonsten tolle Teleobjektiv. Denn leider ist es physikalisch ein Nachteil, einen so großen Brennweitenbereich abzudecken, das führt dazu dass das Objektiv etwas weniger lichtstark ist was bei schlechtem Licht zu Rauschen führt. Aber wie gesagt, das ist schlichte Physik und keine Kritik an der Kamera. Die Bilder sind trotzdem – gerade bei Tageslicht – sehr gut. Wer Bilder regelmäßig in der 100% Darstellung betrachtet und kritisiert, der wird eben ein leichtes Rauschen feststellen können, aber da die Kamera mit über 20 Megapixeln auch sehr hoch auflöst und das optische 30fach Zoom es ja auch ermöglicht, jederzeit den gewünschten Bildausschnitt voll im Fokus zu haben, ist für diesen Test und aus meiner Sicht die Bildqualität – trotz der Kritikpunkte – sehr gut.

    Beim Filmen mit der Kamera fällt vor allem auf, dass man den tollen großen Zoom auch beim Filmen voll nutzen kann. Das Geräusch des Zoom-Motors ist im Vergleich zu anderen Kameras sehr leise und stört selbst bei leisen Szenen, wie dem unten stehenden Testfilm, nicht. Viel mehr ist er praktisch nicht zu hören! Die Videoqualität ist erwartungsgemäß sehr gut, die Tonqualität geht auch in Ordnung. Wer also nicht schwerpunktmäßig filmen will (denn sonst wäre ein Camcorder wohl trotzdem die bessere Wahl) der kann seine Urlaubsfotos mit einigen Videosequenzen sinnvoll und in sehr guter Qualität ergänzen.

    Ein Punkt ist mir noch sehr positiv aufgefallen; dank 24mm Weitwinkel und sehr gutem Makromodus kann man auch bei Makroaufnahmen sehr nach an das Objekt heran, beim Testfoto mit dem getrockneten Brautstrauß (siehe Gallerie) war der Linsenabstand nur etwas mehr als 1cm. Angebot

    Verarbeitung: ★★★★★¾ 

    Bedienung: ★★★★★¾ 

    Bildqualität: ★★★★★☆ 

    Videoqualität: ★★★★★¾ 

    Automatikmodus: ★★★★★½ 

    Manuelle Möglichkeiten: ★★★★★½ 

    Preis / Leistung: ★★★★★½ 

    GESAMTWERTUNG: ★★★★¾ 

    Sony DSC-HX50: Test-Fazit

    Die Sony DSC-HX50 ist eine sehr gute Kompaktkamera mit riesigem 30fach Zoombereich das aber auch schon bei 24mm Weitwinkel anfängt. Trotz großem Tele ist das Gehäuse noch kompakt und auch der Nahbereich ist dank gutem Makromodus sehr gut abgedeckt. Für rund 300€ bekommt man mit dieser Kamera tatsächlich eine fast perfekte Allroundkamera die dank 720mm Tele auch weit entfernte Objekte bildfüllend aufnehmen kann. Daher eine klare „Kaufempfehlung“.

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    Kommentare (1)

    • Monika

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      Toller Artikel! : )

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